Neu in der Dauerausstellung

Amalie, Josefa, Ottilia. Frauenportraits aus Appenzell Innerrhoden

26. Februar 2021 — 31. Dezember 2023

Frauensachen gelangen nicht selbstverständlich in eine Museumssammlung. Objekte, Fotos und Dokumente zu weiblichen Alltags- und Lebensverhältnissen werden als wenig geschichtsprägend und erinnerungswürdig wahrgenommen. Zudem gelten traditionelle weibliche Arbeitsbereiche wie Putzen, Waschen, Kochen oder Nähen als wenig spektakulär und deren Gerätschaften sind starkem Verschleiss ausgesetzt. Oft sind Frauen auch in immateriellen Bereichen tätig wie der Pflege oder Erziehung. Das Museum Appenzell bemüht sich aktiv, Frauensachen in seine Sammlung aufzunehmen.

In einer kleinen Sonderschau werden fünf Frauen porträtiert. Im Mittelpunkt stehen Objekte, die einen unmittelbaren Blick auf deren Alltag werfen, gleichzeitig ein Stück Innerrhoder Frauengeschichte repräsentieren und mit sozialgeschichtlichen Aspekten überraschen. So waren in Appenzell Innerrhoden im Vergleich zum schweizweiten Durchschnitt fast doppelt so viele Frauen erwerbstätig. Die meisten dieser Frauen arbeiteten als Stickerinnen in Heimarbeit, andere betrieben bei sich zu Hause ein Geschäft wie einen Schuhladen, eine Ferggerei oder eine der vielen Gastwirtschaften.

Ausstellungsflyer mit Begleitprogramm

© Museum Appenzell_Frauenportraits_2021_Schuhschachteln
Damenschuhe aus dem Schuhladen von Marie Koch-Dörig, um 1980

Frauensachen gelangen nicht selbstverständlich in eine Museumssammlung. Objekte, Fotos und Dokumente zu weiblichen Alltags- und Lebensverhältnissen werden als wenig geschichtsprägend und erinnerungswürdig wahrgenommen. Zudem gelten traditionelle weibliche Arbeitsbereiche wie Putzen, Waschen, Kochen oder Nähen als wenig spektakulär und deren Gerätschaften sind starkem Verschleiss ausgesetzt. Oft sind Frauen auch in immateriellen Bereichen tätig wie der Pflege oder Erziehung. Das Museum Appenzell bemüht sich aktiv, Frauensachen in seine Sammlung aufzunehmen.

In einer kleinen Sonderschau werden fünf Frauen porträtiert. Im Mittelpunkt stehen Objekte, die einen unmittelbaren Blick auf deren Alltag werfen, gleichzeitig ein Stück Innerrhoder Frauengeschichte repräsentieren und mit sozialgeschichtlichen Aspekten überraschen. So waren in Appenzell Innerrhoden im Vergleich zum schweizweiten Durchschnitt fast doppelt so viele Frauen erwerbstätig. Die meisten dieser Frauen arbeiteten als Stickerinnen in Heimarbeit, andere betrieben bei sich zu Hause ein Geschäft wie einen Schuhladen, eine Ferggerei oder eine der vielen Gastwirtschaften.

Ausstellungsflyer mit Begleitprogramm

© Museum Appenzell_Frauenportraits_2021_Ottilia Grubenmann 1917-2003
Ottilia Grubenmann (1917–2003), Hebamme
© Museum Appenzell_Frauenportraits_2021_Bügeleisenofen
Bügeleisenofen von Ottilia Grubenmann, um 1900
© Museum Appenzell_Frauenportraits_2021_Marie Koch-Dörig 1913-2005
Marie Koch-Dörig (1913–2005), Betreiberin eines Schuhhauses
© Museum Appenzell_Frauenportraits_2021_Josefa Fritsche Koch 1860-1949
Josefa Fritsche-Koch (1860–1949), Ferggerin, Broderiehändlerin
© Museum Appenzell_Frauenportraits_2021_Mustertuch
Mustertuch von Josefa Fritsche-Koch, um 1910
© Museum Appenzell_Frauenportraits_2021_Maria Amalie Knechtle 1890-1976
Amalie Knechtle (1890–1976), Wirtin
© Museum Appenzell_Frauenportraits_2021_Wirtebuch
Buchseite aus dem Kassabuch von Maria Amalie Knechtle, 1936–1950
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Louise Dörig-Neff (1922–2013), Journalistin
Kolumne Dies und das aus Innerrhoden Appenzeller Zeitung 8 1 1994
Kolumne «Dies und das aus Innerrhoden», geschrieben von Louise Dörig, Appenzeller Zeitung, 8. Januar 1994
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Blick in die Ausstellung